Weinheim -die erste urkundliche Erwähnung-

Der Name "Weinheim" taucht heute an 3 Stellen in Rheinhessen auf, nämlich in Frei-Weinheim,
Gau-Weinheim und Weinheim bei Alzey. Es ist daher nicht leicht, in alten Urkunden bei der
Erwähnung dieses Namens zu erkennen, welches Weinheim gemeint ist. Zudem hat sich der
Namen im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert. Die eigentliche Geschichte
Weinheims beginnt mit der ersten urkundlichen Erwähnung, wonach ein gewisser Hrodolt sein
Eigentum am 12.02.772 dem Kloster Fulda schenkte.


Der Grundbesitz in Weinheim


Nach dem Datum von 772 sagt die nächstfolgende Nachricht über Weinheim (alter Name =
Uuinhinheim/uu=w) aus, daß am 16.06.815 ein gewisser Hrandolf und seine Gattin Theodrat
dem Kloster Hersfeld eine Hofstelle und vier Weinberge in Weinheim schenkte. Um 1000 gehörte
Weinheim zur Herrschaft Alzey, d. h. zum Reichslehen der Erenfriede. Zu dieser Zeit soll es in
Weinheim bereits einen Fronhof gegeben haben, den die Salier besessen hatten.
Im 12. Jahrhundert sei der Fronhof staufisch-pfälzisch, 1270 hätten ihn die Herren von Falkenstein
von den Pfalzgrafen Heinrich und Ludwig III. zu Lehen gehabt und hätten ihn an Ritter Werner von
Weinheim, dem Sohn des Ritters Heinrich von Alzey, zum Afterlehen weitergeben. Werner hatte auch
einen Turm (Teil der Dorfbefestigung) in Weinheim unmittelbar vom Pfalzgafen zu Lehen. Seine Güter
in Weinhein verkaufte und verschenkte Werner zwischen 1273 und 1282 dem Deutschordenhaus zu
Sachsenhausen bei Ffm.


Die Kirche in Weinheim

Die katholische Kirche in Weinheim wird zum ersten Mal in einer Urkunde im Jahre
962 erwähnt,damals gehörte sie zum Kloster St. Maximin bei Trier, das Grundherr
und Kirchherr der Kirche war.